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Vom Gedankenchaos zur Klarheit





Wer kennt das nicht? Diese Entscheidungen, die darauf warten, getroffen zu werden. Man müsste nur "ja" sagen oder auch "nein"; eigentlich egal- Hauptsache entschei-den. Ja ja und das wäre auch ganz leicht, wenn nicht ein "ja" zu etwas ein "nein" zu etwas anderem bedeutet. Es stellt sich also die Frage: "Entscheide ich mich richtig, wenn ich eines ausschließe? Werde ich meine Entscheidung bereuen?"


Gelegenheit oder Versuchung- machmal ist das Eine vom Anderen nicht weit ent-fernt. Sie führen gerne ins gedankliche Chaos. Die Lösung wirkt dabei wie die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen versteckt in einem Gedankenknäuel.


Nun kann man sich verschiedener Methoden bedienen, die Gedanken zu ordnen. Eine der bekanntesten Methode ist die "Pro/Kontra-Liste". Sie schafft eine Auflistung aller guter Gründe für und gegen eine der möglichen Entscheidungen. Sachliche Gründe, allerdings ohne eine Gewichtung. Was ich mit Gewichtung meine? Die Auflistung ergibt Punkt für Punkt eine Bewertung von pro oder eben kontra. Doch erinnere ich mich an eine Liste, auf der war nur die eine Seite gefüllt mit einigen guten Argumenten, auf der anderen Seite fand sich nur ein einziger Punkt. Zahlen-mäßig war die Entscheidung klar. Trotzdem konnte ich nicht...das eine Argument dagegen wog zu schwer. Hier komme ich auf die Grenzen dieser Listen zu sprechen.


Was war passiert? Emotion schlägt Information - das ist passiert. Schon Sigmund Freud hat es festgestellt- das Unterbewusstsein wirkt ins bewusste Handeln hinein und das bis zu 80 % bis 90 % . Deswegen sind die nachhaltigsten Entscheidungen immer die, die in Einklang von Kopf (Sachinformationen) und Herz (Emotionen) ge-troffen werden. Das Chaos im Kopf ist der Versuch, diesen Einklang herbeizuführen. Klarheit tritt dann ein, wenn es gelingt. Wie nun aber kommt diese Übereinstimm-ung zustande, wenn sie sich nicht automatisch einstellen möchte?


Die Pro/Kontra-Listen haben definitiv ihren Sinn bei der Auflistung von sachlichen Gründe einer Entscheidung. Sie helfen Argumente zu ordnen.


Wenn es um die eigene Gewichtung der einzelnen Argumente geht, sind andere Methoden deutlich empfehlenswerter. Gespräche mit Vertrauenspersonen können zu anderen Blickwinkeln verhelfen. Solche Perspektivwechsel öffnen und können die Gedankenknäuel fast magisch ordnen. Auch folgende Fragen an sich selbst können zu hilfreichen Perspektivwechseln führen:

  • Was ist mein Ziel?

  • Welche Entscheidung führt am ehesten zu meinem Ziel oder hat die größten Überschneidungen?

  • Wie bedeutsam ist diese Entscheidung für mich -heute?

  • Wie bedeutsam ist diese Entscheidung für mich -in 3 Wochen?

  • Wie bedeutsam ist diese Entscheidung für mich -in 3 Jahren?

  • Was mag ich an den jeweiligen Alternativen?

  • Was mag ich nicht?

  • Was ist mir wichtig?

  • Was ist mir nicht wichtig?

  • Was fehlt mir, damit es gut wird?

  • Fehlen mir noch Informationen für eine gute Entscheidung?

  • Was würde meine ....(eine liebevolle Vertrauensperson) dazu sagen?

  • Was hätte.....in dieser Situation gemacht?

  • Will ich das?

Spontane Antworten sind hier die besten, denn sie sind auch Antworten deines Unterbewusstseins. Daher lohnt es sich, diesen ersten Gedankenwegen zu vertrauen und ihnen einfach zu folgen. Wenn es gelingt, öffnen sie den Blick und führen zur gewünschten Klarheit. Und die wirkt wie eine Wellnesskur auf das gemarteter Hirn. Endlich fühlt sich eine Entscheidung wirklich gut an. Ihr jetzt zu folgen, wird auf einmal sehr leicht.


Gelingt es nicht, ist es bestenfalls klarer geworden, warum eine Entscheidung nicht gelingt. Vielleicht liegt es dann an einem Fall von: "Wenn das nicht und das auch nicht, dann vielleicht etwas ganz anderes?" Auch eine spannende Frage, wie ich finde. Für den Umgang damit gibt es ebenfalls interessante und wirksame Methoden, die ich gerne in einem persönlichen Gespräch erläutere, wenn dein Interesse geweckt ist.


Hast du Fragen oder Anmerkungen? Dann schreibe mir gerne.


Herzlich

Angela Ziller














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